Daran merkst du, dass eine Freundschaft beendet werden muss!

Freundschaften begleiten uns ein Leben lang und nehmen manchmal sogar einen höheren Stellenwert als die eigene Familie ein. Einige Menschen treten dabei nur für einen begrenzten Zeitraum in unser Leben, während andere dauerhaft bleiben. Doch selbst eine sehr enge freundschaftliche Beziehung kann abrupt zerbrechen, beispielsweise weil ein Konflikt sich nicht überwinden lässt oder einer der beiden Freunde einen völlig anderen Lebensweg einschlägt. Das Ende einer Freundschaft kann sich aber auch langsam und beinahe unbemerkt anbahnen: Man lebt sich mehr und mehr auseinander, hört sich immer seltener – und lässt den Kontakt schließlich ganz einschlafen.

 

Einseitigkeit in eurer Freundschaft

Zwei sitzende MännerDu meldest dich deutlich öfter bei einer Freundin oder einem Freund, als sie oder er bei dir? Und wenn ihr einmal miteinander telefoniert, dreht sich das Gespräch meist um die Probleme des anderen, während deine Sorgen heruntergespielt oder gar nicht erst thematisiert werden? Ein solches Ungleichgewicht in einer Freundschaft ist ein deutliches Signal dafür, dass die gemeinsame Basis bröckelt – und es höchste Zeit wird, etwas daran zu ändern. Sprich deine Freundin oder deinen Freund offen darauf an, dass dir in eurer Freundschaftsbeziehung die Balance fehlt, ein regelmäßiger und gleichberechtiger Austausch dir aber wichtig wäre. Zeigt sie oder er daraufhin keine Initiative, etwas an der Situation zu ändern, weißt du, dass es okay ist, sich aus den Augen zu verlieren – oder den Kontakt bewusst abzubrechen.

Kontakt ist nur noch reine Gewohnheit

Bei langjährigen Freundschaften und insbesondere, wenn beide Freundinnen oder Freunde aufgrund von Job, Familie und Co. ein sehr begrenztes Zeitbudget haben, läuft die Kommunikation häufig nach simpel ab. Man schreibt sich wöchentlich ein kurzes Update bei WhatsApp, telefoniert einmal pro Monat für eine halbe Stunde oder schreibt sich ein paar nette Zeilen zum Geburtstag. Wenn du bemerkst, dass ihr beide euch darüber hinaus nicht mehr viel zu sagen habt und auch keinen Wert darauf legt, sich wieder öfter zu hören oder zu sehen, solltest du die Konsequenzen daraus ziehen und den Sinn dieser Freundschaft, die eigentlich zu einer losen Bekanntschaft geworden ist, noch einmal überdenken.

 

Vertrauen ist nicht mehr da

Egal ob deine beste Freundin oder ein guter Kumpel dich angelogen, in einer Notfallsituation im Stich gelassen oder vor anderen bloßgestellt hat: Ist die Vertrauensbasis, die jede harmonische zwischenmenschliche Beziehung ausmacht, erst einmal angeknackst, lässt sie sich in vielen Fällen nicht mehr wiederherstellen. Dinge, die dich belasten, willst du einer bestimmten Freundin oder einem Freund nicht mehr anvertrauen, weil du befürchtest, dass sie oder er intime Details weitertratschen könnte? Oder du hast das Gefühl, sich auf einen ehemals engen Vertrauten nicht mehr verlassen zu können, wenn es wirklich einmal brennt? Das sind eindeutige Anzeichen dafür, dass die Freundschaft dauerhaften Schaden genommen hat und ein entspannter Umgang miteinander nicht mehr möglich ist. In diesem Fall bringt es auch nichts, sich positive gemeinsame Erlebnisse aus der Vergangenheit in Erinnerung zu rufen – ohne gegenseitiges Vertrauen wird die freundschaftliche Beziehung früher oder später nicht mehr funktionieren.

 

Die Freundschaft belastet, anstatt zu bereichern

Zwei Frauen auf der CouchJedes Mal, wenn du dich mit einer Freund/-in getroffen oder miteinander telefoniert habt, bleibt ein schlechtes Gefühl im Bauch zurück, zum Beispiel weil sie/er immer nur Negatives bei dir„ablädt“, dich auf verletzende Weise kritisiert oder ständig unter Druck setzt. Oder du empfindest es mittlerweile als lästigen Pflichttermin, sich bei einem Freund zu melden, der dir ansonsten aber böse wäre? Sobald eine Freundschaft dein Leben nicht mehr bereichert, sondern zur nervigen Routine oder sogar psychischen Belastung geworden ist, wird es höchste Zeit, etwas an dieser Situation zu ändern – und einen Schlussstrich zu ziehen.

Das, was euch miteinander verbunden hat, fehlt

Viele Freundschaften, die über Jahre oder Jahrzehnte hinweg bestehen, basieren auf Gemeinsamkeiten, die ein „Verfallsdatum“ haben: das gemeinsame Studium, der gemeinsame Job oder die Kinder, die auf dieselbe Schule gehen. Bricht dieses Bindeglied weg – zum Beispiel weil man den Job wechselt, in eine andere Stadt zieht oder die Kinder erwachsen werden und das Elternhaus verlassen – kann es passieren, dass plötzlich auch die Freundschaft ins Wanken gerät. Wenn du an einem Punkt angelangt bist, an dem du mit solchen „Lebensabschnittsgefährten“ nicht mehr auf einer Wellenlänge liegst und auf den Kontakt problemlos verzichten kannst, heißt es: fair sein und die Freundschaft im Zweifel lieber aktiv beenden, als sie im Sand verlaufen zu lassen.

Keine Sehnsucht mehr da

Eine Woche ohne deine beste Freundin oder bestem Freund kam dir früher wie eine halbe Ewigkeit vor – schließlich teiltet ihr jedes Detail eures Lebens miteinander. Doch seit einiger Zeit ertappt ihr euch dabei, dass ihr nur noch selten an sie oder ihn denkt und eure Treffen oder stundenlangen Telefonate auch nicht weiter vermisst? Dir fehlt die andere Person auch bei wichtigen Ereignissen nicht, die du zuvor gerne mit ihr geteilt hättest? Dann solltest du so fair sein, sich das ehrlich einzugestehen – und gegenüber Ihrer Freundin oder Freund offen zu thematisieren. Vielleicht geht es ihr/ihm sogar genauso. In diesem Fall ist es die bessere Lösung, den Kontakt einvernehmlich zu beenden.

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